Gasteltern für finnische Austauschschüler gesucht

Gasteltern für finnische Austauschschüler gesucht

Aufruf der Deutsch-Finnischen Gesellschaft

Gera Die Deutsch Finnische Gesellschaft (DFG) Gera sucht auch in diesem Jahr wieder Familien in Ostthüringen, die bereit sind, eine finnische Schülerin oder einen finnischen Schüler für einen vierwöchigen Aufenthalt im Juni bei sich aufzunehmen.

Die Schüler sind 16 bis 18 Jahre alt und kommen aus verschiedenen Teilen Finnlands. Sie haben in der Schule Deutsch als Fremdsprache gelernt und können sich daher bereits recht gut verständigen, erklärt Frank Leistner. Er ist Mitglied der DFG Gera und als solches ehrenamtlich für den Schüleraustausch verantwortlich. Da die finnischen Schüler während ihres Deutschlandaufenthaltes die 11. Klasse einer gymnasialen Oberstufe am Wohnort der Gastfamilie besuchen sollen, wären Familien mit gleichaltrigen Jugendlichen wünschenswert, aber auch andere Familien in Ostthüringen sind selbstverständlich als Gastgeber geeignet. Seit 2000 wird der Schüleraustausch in Gera zwischen Deutschland und Finnland nach Aussagen der DFG bereits organisiert und betreut. red

Nähere Informationen zum diesjährigen Austausch unter: Telefon ( 0151) 52 95 08 65 und Telefon (0365) 7 31 34 47. Mehr zum Verein auch unter: www.dfggera.de

Juhannus

• Am Samstag, 30.6.2018,17.00Uhr
treffen wir uns bei Doris zu unserem Juhannus. Pro Nase sind 5.- Euro zu entrichten.

• Am 19.September werden die schon überfällige Mitgliederversammlung sowie die Wahl des neuen Vorstandes durchgeführt. Einladungen folgen noch.

• Unsere Herbstwanderung findet vom 5.10.-7.10. 2018 in Gernrode im Harz statt. Es sind 12 Doppelzimmer reserviert worden, bitte meldet Euch bei Doris für die Zimmerbestellung. Die Kosten belaufen sich auf 125.- Euro pro Person. Enthaltenen im Preis ist ein tolles Programm, welches Ihr bei Doris abfragen könnt. Die Getränke werden extra berechnet.

Jubiläum 100 Jahre Finnland

Die Vorweihnachtszeit wirft wieder ihre Schatten voraus, in Finnland beginnt damit die Zeit der Pikkujoulu-Feiern. Und in diesem Jahr steht uns noch ein besonderes Datum bevor: Am 6.12. wird die Republik Finnland 100 Jahre alt, und das wird natürlich auch in der DFG gefeiert.

Zum Jubiläum 100 Jahre Finnland möchten wir einladen zu einem Konzert in Gera

am Samstag, dem 9. Dezember 2017 um 18.00 Uhr

in der Musikschule „Heinrich Schütz“ Biermannplatz 1, 07548 Gera

Das Konzert wird dargeboten von den beiden finnischen Musikerinnen Riikka Timonen (Gesang) und Senni Eskelinen (E-Kantele). Riikka hat eine aussergewöhnliche Stimme und hat mehrere Jahre in der bekannten finnischen Frauenband Värttinä gesungen, die in Deutschland schon mehrere Tourneen veranstaltet hat. Senni gilt als eine der besten Kantelespielerinnen Finnlands, kann mit ihrer E-Kantele ein ganzes Kantele-Orchester imitieren und präsentiert ein Repertoire von alter karelischer Volksmusik bis zu Progressive-Rock.

Zum Eintritt wird ein Unkostenbeitrag von 10,-€ erhoben.

Dieses Konzert möchten wir wärmstens empfehlen. Mehr finnischer Klang geht kaum.

Freundliche Grüße
Terveisiä

Pikkujoulu-Feier

Am 09.12.2017 findet unsere jährliche Pikkujoulu-Feier unter dem

Motto „Verein trifft Verein“ gemeinsam mit dem Förderverein der Musikschule

Heinrich Schütz in der Musikschule in Gera statt. Details werden noch mitgeteilt.

Schloß Ettersburg

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Jean Sibelius und seine Nachfolger

Sonntag, 4. Oktober, 17 Uhr (Gewehrsaal) und 19 Uhr (Schlosskirche),
Eintritt für jedes Konzert 15 €, für beide Konzerte 25 €

Es musizieren Annikka Konttori-Gustafsson (Klavier), Senja Konttori (Violoncello) und Kaj-Erik Gustafsson (Orgel) aus Finnland. Es erklingt bekannte Kammermusik von Jean Sibelius, außerdem Werke von Sulo Salonen, Erkki Salmenhaara und Kaj-Erik Gustafsson.

Als erstes Land in Europa testet Finnland das Bedingungslose Grundeinkommen

Die neue finnische Regierung hat als erste in Europa beschlossen, ein Experiment mit dem Konzept des Bedingungslosen Grundeinkommens (BGE) umzusetzen. Genaue Details zu den Plänen, die im Koalitionsvertrag verankert wurden, sind noch nicht bekannt. Rund 80 Prozent der Finnen halten den Versuch dennoch für eine gute Idee. Verschiedene andere Tests eines BGE, beispielsweise in Kanada und Afrika, zeigen, dass die Idee funktionieren kann.Die Debatte um ein Bedingungsloses Grundeinkommen (BGE) wird auch in Deutschland, wo ein verkorkstes Hartz- IV-System derzeit noch den sozial-staatlichen Standard darstellt, lebhaft diskutiert. Befürworter der Grundeinkommens-Idee sind gut vernetzt und werben aktiv für ihre Idee. Gleichsam gilt Deutschland nicht unbedingt als experimentierfreudig in finanz-politischen Angelegenheiten. Wenig erstaunlich ist es da, dass nun zunächst in der europäischen Peripherie, nämlich in Finnland, die Idee in der Realität getestet werden soll.

Die Vorschläge der Höhe des finnischen Test-BGE reichen von 440 Euro bis 1.166 Euro. Bereits 1974 bewies die kanadische Stadt Dauphin, dass die Idee durchaus erfolgreich sein kann. Dort führte ein BGE-Experiment mit 1.000 Familien zu zahlreichen positiven Effekten. Nicht nur mussten die Teilnehmer als Folge geringeren ökonomischen Drucks seltener zum Arzt und senkten damit auch die Kosten für das Gesundheitssystem, auch erreichten die Kinder der Familien überdurchschnittlich hohe Schulabschlüsse. In einer Studie wurde Dauphin später „die Stadt ohne Armut“ genannt. Auch in Afrika gab es bereits erfolgreiche BGE-Versuche

Das Bedingungslose Grundeinkommen ist ein Konzept mit Sprengkraft, stellt es doch bisherige Dogmen der Sozialstaatsidee radikal in Frage. Die Idee klingt zunächst einfach: Jeder Mensch soll eine staatliche Grundsicherung erhalten, unabhängig von Alter, Geschlecht, Vermögen, Ausbildung oder Tätigkeit – bedingungslos eben. Befürworter verweisen nicht nur auf eine Zunahme individueller Handlungsmöglichkeiten und massive bürokratische Einsparungen im Vergleich zu gängigen Sozialstaatsmodellen, für viele Verfechter eines Grundeinkommens spielen auch ethische Fragen eine Rolle. Die Grundversorgung eines Menschen soll nicht abhängig von dessen ökonomischer Leistungskraft sein, sondern generell – als gesellschaftliche Aufgabe – gesichert werden. Für viele stellt ein Bedingungsloses Grundeinkommen auch eine Absage an die Konkurrenz- und Leistungsgesellschaft dar.

Gegner eines Bedingungslosen Grundeinkommens finden sich vor allem in zwei Lagern: Bei klassischen Marxisten und Gewerkschaftern, die oft Arbeit als das Maß aller Dinge ansehen, und ihre „Klasse“ ins Hintertreffen geraten sehen, sowie bei dogmatischen, marktradikalen Libertären, für die jedwede staatliche Umverteilung (so auch Steuern) gleichbedeutend ist mit Diebstahl. Nach Abwägung aller Argumente, kann das Konzept aber als durchaus sinnvoll erachtet werden. Anstatt diese Fragen jedoch nur im theoretischen Rahmen zu behandeln, macht es durchaus Sinn sich die Ergebnisse des finnischen Experiments genauer anzuschauen sowie weitere Experimente dieser Art auf den Weg zu bringen.

Quelle: http://www.rtdeutsch.com/24207/international/als-erstes-land-in-europa-testet-finnland-das-bedingungslose-grundeinkommen/