Partnerschaftsgarten und die BUGA 2007

Die Stadt Gera als Ausrichter der Bundesgartenschau 2007 nutzte die bestehenden Städtepartnerschaften zu einem besonderen Projekt: Jede Partnerstadt sollte ein bestimmtes Areal mit Symbolik zu ihrer Heimatstadt gestalten. Darin eingebunden waren Planer, Künstler, Landschaftsarchitekten und vor allem Jugendliche aus den Partnerstädte, die in einer Projektarbeit die Planungen umsetzen sollten. So entstand auch der Partnerschaftsgarten der Stadt Kuopio im Hofwiesenpark.

Entwurf

GartenPlan KuopioFrau Dr. Reußner hat am 14.11.2005 aus der finnischen Partnerstadt Kuopio gleich zwei Pläne des Partnerschaftsgartens „KUOPIO“ mitgebracht. Der Architekt, Herr Erkki Oinonen, überlässt die Wahl, ob eine „Moderne“ oder „Tradition“ gestaltet wird. Die Stadt Kuopio wird den Garten unserer Stadt schenken. Auch alle Pflanzen und Steine, Materialien,….werden unsere Kollegen aus Finnland direkt nach Gera liefern. Die Entscheidung für die weiteren Planungen fiel auf Variante A der Entwürfe.

Das Jugendcamp

Gestaltung internationaler Partnerschaftsgärten während des Jugendcamps vom 12. bis 25. März 2006 mit der Zielstellung:

Die Jugendlichen aus den Partnerstädten werden während des Projektes die Gründungsarbeiten für die Partnerschaftsgärten im Rahmen der Vorbereitung auf die Bundesgartenschau Gera-Ronneburg 2007 durchführen und die Partnerschaftsgärten gemeinsam gestalten.

Die Telnehmer an diesem internationalen Projekt erhalten die Möglichkeit mit Jugendlichen aus anderen Kultur- und Sprachkreisen zu arbeiten, zu kommunizieren, sich bei Sport und Spiel zu messen und gemeinsam schöne Tage zu verbringen.

Beginn

Trotz Eis und Schnee sind die finnländische und die russische Delegation des Internationalen Jugendworkcamps auf dem Gelände der Bundesgartenschau in Gera bereits dabei, ihre Partnerschaftsgärten für die BUGA 2007 zu bauen. Im Nordteil des Veranstaltungsovals im Hofwiesenpark Gera werden die Partnerschaftsgärten während der Bundesgartenschau 2007 die dauerhafte Verbundenheit Geras mit seinen zwölf internationalen Partnerstädten dokumentieren. Die übrigen Gärten werden in den nächsten Wochen mit Hilfe des Berufsbildungswerkes Ostthüringen und der Ländlichen Erwachsenenbildung Gera fertggestellt. Der Grundausbau wurde im Rahmen der Ausstellungsbeiträge durch die BUGA 2007 GmbH bereits im Herbst 2005 erstellt.

Auf den Schnee folgt Uppo Nalle (von Angelika Munteanu OTZ-Gera)

GartenFür die Bundesgartenschau entstehen im Hofwiesenpark die ersten Partnerschaftsgärten. „Bei mehr als 20 Zentimeter Schnee hatte an Gärten keiner so richtig geglaubt“, erzählte gestern Wolfgang Rothe, Leiter des Bildungszentrums Ostthüringen (BZO) in Gera. Als aber am Montag von zwei LKW aus Geras finnischer Partnerstadt Kuopio Baustoffe für einen Garten abgeladen wurden, sei der Damm gebrochen. Trotz Eis und Schnee arbeiten nun 20 Jugendliche aus Kuopio und der russischen Partnerstadt Pskow an ihren Partnerschaftsgärten im Hofwiesenpark. Zwei von insgesamt zwölf solcher Anlagen von Geras Partnerstädten, die zur Bundesgartenschau Gera und Ronneburg 2007 in voller Pracht zu erleben sein werden, verspricht der künstlerische Leiter der Buga GmbH, Udo Neumeyer.

„Das Wetter ist kein Problem für uns“, sagen die jungen Leute, denn lange, kalte Winter seien sie auch von Zuhause gewöhnt. Gemeinsam mit deutschen Jugendlichen arbeiten sie in einem Camp, das vom BZO betreut und aus dem EU-Programm „Jugend für Europa“ gefördert wird. Auch Gäste aus dem tschechischen Kralovske Porici, langjährige Partner des BZO, sind im Jugendcamp dabei.

GärtnerAngehende Gärtner und Bauhandwerker werden angeleitet von Architekten, Planern, Berufsschullehrern, Stadtgärtnern. Und betreut vom Projektleiter im Hofwiesenpark Martin Schulz-Brehme und vom Assistenten für die Partnerschaftsgärten, Arne Dainz. Jede Partnerstadt hat ihre eigenen Ideen, die lange im Vorfeld mit der Buga und der Stadt Gera abgestimmt waren, eingebracht. Das erläuterte gestern Geras Oberbürgermeister und Buga-Aufsichtsratsvorsitzender Ralf Rauch (parteilos). Er begrüßte am Nachmittag die Gäste aus den Partnerstädten im Rathaussaal.

Gärtner2Die Finnen haben für ihre Anlage nicht nur die Planung, sondern auch Pflanzen und Naturmaterial aus der Heimat mitgebracht. Weiß und blau, in den Nationalfarben, soll der finnische Garten erblühen. Birken, Rosen und Wacholder werden angepflanzt. Die Wege mit reflektierenden Steinen ausgelegt. Und als Krönung soll eine Skulptur aufgestellt werden: „Uppo Nalle“ – ein Bärchen, das als Märchengestalt der Schriftstellerin Elina Karjalainen aus Kuopio in Finnland sehr beliebt ist.

Drei weitere Gärten anderer Partnerstädte werden die Jugendlichen während ihres zweiwöchigen Aufenthaltes in Gera beginnen. Mehr werde wird des langen Winters nicht zu schaffen sein, sagt Wolfgang Rothe vom BZO. Zu tun gibt es dennoch genug. Arbeiten, die für später geplant waren, werden vorgezogen. So baut ein Teil der Jugendcamp-Teilnehmer derzeit im BZO Vogelhäuser. Und das Holz für die Pergola, die später den Garten der bulgarischen Partnerstadt Sliven im Hofwiesenpark schmücken soll, wird gleichfalls schon bearbeitet. Das BZO versprach auch, Gärten, die unter seiner Mithilfe entstehen, nach der Buga weiter zu pflegen.

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