Vom Krimi bis zum Reiseführer – „Eine Tasche voller Bücher“

(von Thomas Triemner)

kDSC01452Die Geraer Bezirksgruppe der Deutsch-Finnischen Gesellschaft übergab im Auftrag des Bundesvorstandes kürzlich „Eine Tasche voller Bücher“ für die Nutzer und Leser der Angebote in Geras Stadt- und Regionalbibliothek.

„Finnischer Tango“ möchte sie zuerst wählen, bekannte sich Heidi Bartzsch aus Verdacht auf Spannung und lesenswerten Grusel zu nordischen Krimis. Die Leiterin für Medienbestand in der Stadt- und Regionalbibliothek Gera griff zuerst nach dem entsprechenden Band von Taavi Soininvaara, obwohl sie den Autor (und Rechtswissenschaftler) mit seinen Geschichten um den SUPO-Ermittler Arto Ratamo nicht kennt. Noch nicht.
Sie meint aber, Krimis aus dem Bibliotheksangebot seien immer gut gelesen und daher im Bestand sehr willkommen. Ähnliches gilt z.B. auch für Publikationen mit Landesinformationen oder zu Geschichtlichem. Demnach dürfte die neue „Tasche voller Bücher“, die nun von der Deutsch-Finnischen Gesellschaft zur Verfügung gestellt wurde, im Geraer Leih-Arsenal bei interessierten Leuten gelandet sein.

Klaus Franke, Leiter der DFG-Regionalgruppe, fand sich darin bestätigt, u.a. die Reiseführer und Material zur Partnerstadt Kuopio zu erneuern. Er weiß, es ist nicht die erste PR-Aktion dieser Art, die von der Freundschaftsgesellschaft (an-)gestiftet wird. Denn der Dachverband fördert seit Jahren die Übersetzung und Herausgabe von Büchern im Kulturaustausch. Und sie schickt auch musikalische Botschafter durch’s Land.

Diese Bekanntschaft mit dem anderen Land soll ein guter Einstieg für vielleicht wachsendes Interesse sein. Die Finnen seien immerhin als lesefreudiges Völkchen – gemessen an Zeitungs-Abos, an Dichte und Besucherzahlen von Bibliotheken oder Lesefertigkeiten laut PISA-Studien – bekannt.
In diesem Jahr wird Finnland außerdem Gastland der Frankfurter Buchmesse sein.

Aus Gera – gefördert von der Bundes-DFG wird ein Beitrag dazu kommen. Der heißt „Uppo Nalle“. Denn dazu passt die mehrjährig verfolgte Ostthüringer Initiative, den ersten Band von Elina Karjalainens Kinderbuch-Serie „Uppo Nalle“ ins Deutsche zu übertragen und nun zur Bundeshauptversammlung in Gera frisch gedruckt auf den Tisch zu packen. Überhaupt erstmals erscheint ein Band in unserer Sprache um jenen Geschichten-Bär, dessen Holz gewordenes Abbild seit der BUGA 2007 mit Hut, Anglertasche und roten Stiefeln im Hofwiesenpark sitzt. (Wenn er nicht gerade restauriert werden muss…)

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